PETE SMITH
Schriftsteller

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Antworten auf häufige Fragen

Wie sind Sie dazu gekommen, Bücher zu schreiben?
Schon als Kind habe ich mir Geschichten ausgedacht. In der Sonntagsausgabe unserer Tageszeitung konnte ich manche davon veröffentlichen und damit mein Taschengeld aufbessern. Das Bücherschreiben kam dann nach dem Studium.

 

Wollten Sie schon immer Schriftsteller werden?
Zumindest wollte ich immer schreiben. Anfangs war ich mir noch nicht bewusst, ob ich lieber Schriftsteller oder Journalist werden sollte, deshalb bin ich am Ende beides geworden.

 

Wie kommen Sie auf neue Ideen für Ihre Bücher?
Es gibt so viele Anregungen: Wenn ich spazieren gehen, im Café oder Park sitze, mit meiner Frau oder mit Freunden rede, fernsehe oder Radio höre... Ideen kommen und gehen. Nur wenige bleiben. Vor allem jene Ideen setzen sich fest, die Themen berühren, welche mich irgendwann besonders interessieren: Obdachlosigkeit und Scheidung, Zeitreisen und Zukunft, Mittelalter und Römerzeit, Schulamok und Satanismus… Eine Idee wächst weiter und überlagert bald alle anderen – bis daraus ein Buch oder eine Geschichte entsteht.

 

Schreiben Sie Ihre Bücher zu Hause?
Meistens arbeite ich vom Schreibtisch aus, im Sommer gehe ich aber auch in den Park oder zum Schreiben ins Café. Da kann man sich so schön ablenken lassen…



Haben Sie feste Zeiten, an denen Sie schreiben?

Ja. Spätestens um neun sitze ich am Schreibtisch und arbeite dann bis zwei oder halb drei. Der Nachmittag gehört meinem Sohn Joshua.

 

Ist in Ihren Büchern alles erfunden oder manches auch echt?
Wenn sich Schriftsteller Geschichten ausdenken, greifen sie auf manches zurück, was sie kennen. Ich selbst recherchiere vorher gründlich. So habe ich etwa für die „Verschollen…“-Romane viel über die Römerzeit („168“), das Mittelalter („1227“) oder auch die wahrscheinliche Zukunft („2033“) gelesen und mir historische Stätten oder Schauplätze für meine Romane angesehen, damit ich alles möglichst realistisch darstellen konnte. Die Geschichte selbst sowie die Figuren, die darin mitspielen, sind natürlich erfunden, wenngleich einige der Protagonisten Vorbilder in der Wirklichkeit haben.



Wie wählen Sie die Namen Ihrer Helden aus?
Bei manchen Namen habe ich mich von Menschen inspirieren lassen, die ich kenne. Für andere blättere ich im „Kleinen Buch der Vornamen“ und probiere an den Figuren so lange Namen aus, bis einer von ihnen passt.

 

Warum haben Sie den Helden in den „Verschollen…“-Büchern Nelson genannt?
Weil ich – wie Nelsons Vater im Roman – den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela bewundere, der für seine Überzeugungen sogar ins Gefängnis ging.

 

Wie kamen Sie auf die Idee mit der Zeitreise in den „Verschollen…“-Büchern?
Ich hatte mir schon öfter die Frage gestellt, ob Zeitreisen zumindest theoretisch möglich sein könnten. Irgendwann fing ich an nachzuforschen und erfuhr dabei, dass sich auch bekannte Physiker wie Stephen Hawking ernsthaft mit diesem Thema befasst haben. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zugrunde legend, entstand die Idee, eine Zeitmaschine zu konstruieren, die es so oder so ähnlich wirklich geben könnte. Schließlich brauchte es noch einen genialen Helden, der die Theorie in die Tat umsetzen könnte. Das war die Geburtsstunde von Nelson, dem kurz darauf Levent, sein ebenso genialer Mitschüler, folgte…

 

Wie lange brauchen Sie für ein Buch?
Das ist ganz unterschiedlich und hängt natürlich auch davon ab, was in meinem Leben sonst noch so los ist. Wenn’s gut läuft, ist ein Roman in einem Jahr fertig, kleinere Bücher dauern halb so lang.

 

Wie oft überarbeiten Sie Ihre Bücher?
Manche Sätze, Passagen oder Kapitel ändere ich oft, andere muss ich gar nicht überarbeiten. Das hängt auch von der Tagesform ab, in der ich die erste Fassung notiere. Bis das Buch so ist, wie ich mir das wünsche, habe ich es bestimmt fünf bis zehn Mal komplett überarbeitet. Außer mir schaut auch noch meine Frau drüber, dann liest es die Lektorin und schließlich ein Korrektur, der das Manuskript hauptsächlich nach Rechtschreibfehlern durchforstet.

 

Macht es Ihnen Spaß, Bücher zu schreiben?
Natürlich, sehr sogar. Am schönsten ist jene Schaffensphase, in der ich mir eine neue Geschichte ausdenke mit einem guten Anfang und einem spannenden Ende, mit Helden und Widersachern, einer bunten Kulisse, verschlungenen Pfaden, usw. Aber Schreiben bedeutet auch eine Menge Arbeit: Wenn die Sätze nicht so klingen, wie sie sollten, sich die Geschichte nicht so entwickelt, wie sie eigentlich geplant war, Dialoge hölzern oder Szenen unlogisch sind, dann bedeutet das, so lange daran zu feilen, bis alles stimmt. Oder wie es einmal ein Kollege formuliert hat: Schreiben bedeutet zehn Prozent Inspiration und neunzig Prozent Transpiration…

 

Achten Sie bei ihren Kinderbüchern auf eine für die Altersgruppe angemessene Sprache?
Ja und nein. Wenn ich ein Kinderbuch schreibe, stelle ich mir vor, dass auch erwachsene Leser daran Spaß haben sollen. Damit wächst auch der Anspruch an die Sprache. Auf der anderen Seite schreibe ich für Achtjährige sicher anders als für 16-Jährige, denen man auch zumuten darf, einmal länger über einen Satz zu grübeln…

 

 


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